
Ein gutes Zwischenzeugnis ist bares Geld wert – es sichert deine bisherige Leistung schriftlich ab und ist die perfekte Grundlage für die nächste Bewerbung. Doch wann hast du überhaupt Anspruch darauf, was muss drinstehen und wie erkennst du eine gute Note? Dieser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Zwischenzeugnis. Wenn du anschließend den nächsten Karriereschritt planst, findest du passende Stellen in der Jobbörse von meinestelle.de.

Ein Zwischenzeugnis ist ein Arbeitszeugnis, das während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses ausgestellt wird. Inhaltlich entspricht es einem normalen Arbeitszeugnis, dokumentiert aber den aktuellen Stand deiner Beschäftigung.
Ein weiterer Unterschied: Das Zwischenzeugnis wird im Präsens formuliert, weil du ja weiter im Unternehmen arbeitest. Eine Schlussformel mit Bedauern über das Ausscheiden gibt es daher nicht.
Anders als beim Endzeugnis ist der Anspruch auf ein Zwischenzeugnis nicht ausdrücklich im Gesetz geregelt. Er ergibt sich aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers – allerdings nur, wenn du ein berechtigtes (triftiges) Interesse nachweisen kannst. Anerkannte triftige Gründe sind:
Tipp: Formuliere deine Anfrage freundlich und nenne deinen Grund. So fällt es der Personalabteilung leichter, das Zwischenzeugnis zeitnah auszustellen.
Es gibt zwei Varianten – für die Bewerbung ist fast immer die zweite gemeint:
Für eine aussagekräftige Bewerbung solltest du immer ein qualifiziertes Zwischenzeugnis anfordern.
Ein vollständiges, qualifiziertes Zwischenzeugnis ist klar gegliedert:

Arbeitszeugnisse sind in einer eigenen „Geheimsprache" geschrieben. Diese Formulierungen entsprechen den Schulnoten:
| Formulierung („…zu unserer/ihrer Zufriedenheit") | Note |
|---|---|
| stets zu unserer vollsten Zufriedenheit | sehr gut (1) |
| stets zu unserer vollen Zufriedenheit | gut (2) |
| zu unserer vollen Zufriedenheit | befriedigend (3) |
| stets zu unserer Zufriedenheit | ausreichend (4) |
| zu unserer Zufriedenheit | mangelhaft (5) |
Achte besonders auf die kleinen Wörter „stets", „voll" und „vollst" – sie entscheiden über die Note. Fehlen sie oder klingt etwas auffällig zurückhaltend, lohnt sich eine genaue Prüfung.
Du musst kein kompliziertes Schreiben aufsetzen – eine kurze, freundliche Anfrage an die Personalabteilung oder deine Führungskraft genügt. Beispiel:
„Sehr geehrte/r [Name], aufgrund des anstehenden Vorgesetztenwechsels bitte ich Sie um die Ausstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses. Über eine zeitnahe Zusendung freue ich mich. Vielen Dank!"
Nenne immer den triftigen Grund – zum Beispiel Vorgesetztenwechsel, Versetzung oder Umstrukturierungen – und bitte ausdrücklich um ein qualifiziertes Zeugnis mit Leistungs- und Verhaltensbeurteilung. So vermeidest du, dass du nur ein einfaches Dokument ohne Bewertung erhältst.
Einen gesetzlichen Anspruch wie beim Endzeugnis gibt es nicht. Du hast aber Anspruch, wenn ein berechtigtes (triftiges) Interesse vorliegt, etwa ein Vorgesetztenwechsel oder eine geplante Bewerbung.
Das einfache Zwischenzeugnis nennt nur Tätigkeiten, das qualifizierte bewertet zusätzlich Leistung und Sozialverhalten. Für Bewerbungen ist das qualifizierte entscheidend.
Ja. Es muss wohlwollend formuliert, gleichzeitig aber wahr und vollständig sein.
Nein, in der Regel nicht. Ohne triftigen Grund darf das Endzeugnis nicht von der Bewertung des Zwischenzeugnisses abweichen.
Stelle eine freundliche, am besten schriftliche Anfrage an deine Führungskraft oder die Personalabteilung und nenne deinen Grund.
Im Präsens, weil das Arbeitsverhältnis weiterbesteht. Eine Abschiedsformel gibt es nicht.

**Das Wichtigste in Kürze** * Ein Arbeitszeugnis muss laut Gewerbeordnung wohlwollend und gleichzeitig wahr sein, klar und verständlich formuliert. * Die Leistungsbewertung läuft über die sogenannte Zufriedenheitsformel, bei der einzelne Wörter wie stets und vollste über die Note entscheiden. * Echte Geheimcodes sind rechtlich unzulässig, trotzdem gibt es etablierte Formulierungen, deren Bedeutung du kennen solltest. * Typische Warnsignale sind Verneinungen, betonte Selbstverständlichkeiten wie Pünktlichkeit und Wörter wie bemühte sich. * Eine fehlende Dankes- und Wunschformel am Schluss gilt als negatives Signal. Du hast dein Arbeitszeugnis in der Hand und alles klingt freundlich, aber irgendwie hast du ein ungutes Gefühl? Das ist berechtigt. Hinter höflichen Formulierungen steckt eine eigene Zeugnissprache, in der einzelne Wörter über ganze Schulnoten entscheiden. In diesem Ratgeber entschlüsseln wir die wichtigsten Arbeitszeugnis-Codes, erklären die Notenskala über die Zufriedenheitsformel und zeigen dir in einer Tabelle, was typische Formulierungen wirklich bedeuten. So erkennst du, ob dein Zeugnis dir gerecht wird. Wenn du danach einen Neustart suchst, findest du passende Stellen in der [Jobbörse von meinestelle.de](https://meinestelle.de).

Die letzte Arbeitsstelle ist vorbei und du hältst dein Arbeitszeugnis in der Hand. Schnell gelesen, wirkt auf den ersten Blick alles diplomatisch – doch was bedeutet das eigentlich? Und was steht wirklich zwischen den Zeilen? Dein Arbeitszeugnis ist oftmals das Eintrittsticket zu neuen Jobs. Deshalb solltest du dir genau anschauen, was darin steht, und gegebenenfalls prüfen lassen, ob es deine Leistung und Persönlichkeit wirklich gerecht abbildet.

Ein Praktikum ist oft der erste Schritt ins Berufsleben – und das dazugehörige Praktikumszeugnis kann zum Türöffner für deine weitere Karriere werden. Doch was genau steht eigentlich drin? Welche Rechte hast du als Praktikant? Wie erkennst du versteckte Botschaften in der Zeugnissprache? Und was kannst du tun, wenn dein Zeugnis fehlerhaft oder wenig schmeichelhaft ausfällt? In diesem Magazinartikel erhältst du einen tiefgehenden, praxisnahen Überblick rund um das Thema Praktikumszeugnis – von der Rechtslage bis zu cleveren Tipps für deinen nächsten Karriereschritt.
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